In Form gebrachte Assoziationen.
Perplex ist keine Idee, eher ein Nichts, das im Dezember 2008 aus den Herzen zweier Münchner Patheten entsprang.
Ein Nichts, da gewürfelte Worte aus der öffentlichen Periodik entschwanden, ein Nichts, da Poesie zur literarischen Randfigur degradiert, zum Fremdwort geworden ist. Ein Nichts, da geschickte Provokation den Vorrang vor gefühlvoller Wortkonstellation erhält.
Es gilt, der Poesie ihren gebührenden Thron zu errichten. Das ist nichts Neues, sondern pure Nostalgie, Wunsch nach fernen Zeiten – als auf Lyrik als höchste literarische Kunstform angestoßen wurde.
Mit allem Respekt für ihre Betreiber, Lyrik darf nicht auf Blogs vermodern, sondern muss gedruckt, gehört, gekritzelt, gesprochen, geschrieen werden, braucht ein Stück Papier, Stimmbänder zum Leben und sollte sich nicht in der Banalität eines schnelllebig gestrickten Internet-Netzes erschöpfen. (Getreu diesem Gebot werden wir keine Gedichte auf dieser Seite veröffentlichen.)
Nostalgische Moderne, klassisch und auch nicht, in Wortverschachtelung, musikalisch weitergeführt: ein Poesie-Label, das Lyrikern eine Plattform bieten soll, auf der der Vers an sich, in seinem Inhalt und Ausdruck, nicht hinter Slam-Performance vergessen wird. In einer zunehmend Logik-getriebenen, verkopften Gesellschaft geht es uns um das Gefühl, um die Ästhetik von Worten, die den Vordergrund mit Emotionen füllen, um hintergründig zu inspirieren. Perplex als Plattform für Wortkünstler, die ihre Gedichte gerne auf Lesungen präsentieren und zukünftig in einem Magazin gedruckt anfassen wollen. Schickt uns eure Gedichtarmee im Kampf gegen den Satellitenstaat und seine Söhne und dafür, dass Perplex schon bald aus dem Nichts entsteht.
„Wie kann denn aus einem dunklen Nichts etwas hervorkommen?“, werden sie schreien, die ignoranten Bälger.
Versuchen wir uns daran, es ihnen zu zeigen …
Tobi und David
